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Schnellster in Hockenheim bleibt ohne Punkte

By 30. Juli 2019

Porsche MOBIL1 Supercup in Hockenheim

Ausgerechnet beim Heimspiel in Hockenheim erfährt das MRS Team eine riesige Enttäuschung. Beim Porsche MOBIL 1 Supercup Rennen wurde der niederländische MRS Pilot, Larry ten Voorde, zwar zunächst als Sieger auf das Podest gestellt, im Nachgang wurde das Ergebnis jedoch von der Rennleitung abgeändert.

Von der Pole Position aus gestartet, erwischte Larry einen schlechten Start und fiel zunächst auf den dritten Rang zurück. Sofort machte er jedoch mächtig Druck auf den Zweitplatzierten Michael Ammermüller (BWT Lechner Racing) der den Speed vom Führenden Dylan Pereira (Momo Megatron Lechner Racing) nicht mitgehen konnte. So kam es, dass das Feld enger zusammenrückte bis es dann schließlich zu einem Unfall in der Spitzkehre kam, bei dem Ammermüller und Mikkel O. Pedersen (Dinamic Motorsport) die Segel streichen mussten. Das Safety-Car rückte aus um die Bergung der Havaristen zu ermöglichen, Larry ten Voorde belegte zu der Zeit den zweiten Rang hinter dem Luxemburger Dylan Pereira. Pünktlich zum Re-Start setzte leichter Regen ein, der besonders im ersten Abschnitt der Strecke für eine extrem rutschige Fahrbahn sorgte. Dies wurde dem Führenden Pereira prompt zum Verhängnis, denn nur kurze Zeit nach einsetzen des Regens verlor er sein Auto beim Anbremsen auf Kurve 2 und konnte sich nur als Sechster wieder einreihen. Larry ten Voorde übernahm fortan die Führung, jedoch musste auf Grund mehrerer Kollisionen erneut das Safety-Car auf die Strecke.Völlig unverständlich brach die Rennleitung dann das Rennen vier Minuten vor Schluss mit der roten Flagge ab, obwohl die Strecke zuvor wieder frei geräumt worden war.Bei Abbruch des Rennens während einer Safety-Car Phase wird die letzte Zieldurchfahrt unter Grün zur Wertung herangenommen. In diesem Fall wurde Runde sieben als solche gewertet, in der nicht einmal 50% der Renndistanz absolviert waren und nicht einmal halbe Punktzahl vergeben werden konnte. Zieht man also die siebte Rennrunde zur Wertung passierte Larry ten Voorde als Zweitplatzierter die Ziellinie. Die anschließende Siegerehrung war nicht nur für den Außenstehenden schwer nachvollziehbar. So bleibt ten Voorde am Ende nur ein punktloser zweiter Rang.

Jugend forscht

Bei den zwei MRS Junioren, Dorian Mansilla (ARG) und Ewan Taylor (ZAF), lagen ebenfalls Freude und Leid dicht beieinander. Während der junge Argentinier immer besser mit dem 911er zurechtkommt und sich konsequent verbessert, lief das Wochenende für den Südafrikaner Ewan Taylor eher enttäuschend ab. Im freien Training rutschte er mit seinem Auto ins Kiesbett und wurde dort so heftig von einem weiteren Auto getroffen, dass das Team über Nacht ein Ersatzauto herbeischaffen musste. Im Qualifying war es dann ein kleiner Fahrfehler der einen Ausrutscher in den Reifenstapel verursachte und keine bessere Qualifikationszeit mehr zuließ. Im extrem verkürzten Rennen hatte Taylor dann keine Chance sich weiter nach vorn zu arbeiten.

Vom Simulator ins Rennauto

Sein Renndebut feierte der Niederländer, Rudy van Buren, der den Wettbewerb „the worlds fastest Gamer“ für sich entscheiden konnte. Mit einem Rückstand von nur 1,9 Sekunden auf die Spitze erreichte Rudy im MRS Porsche einen sehr guten Startplatz in Reihe elf, in einem fehlerfreien Rennen unter schwierigen Bedingungen belegte der, bei McLaren als Simulator-Fahrer unter Vertrag stehende „Gamer“, einen bemerkenswerten 23. Rang. Nicht schlecht für das erste reale Autorennen seiner Karriere.

Alte Freunde

Spaß und Freude standen auf dem Programm von Siggi „Sorglos“, ein „alter“ Freund des MRS Teams, der es sich nicht nehmen ließ einen Gasteinsatz in seinem Lieblingsteam zu absolvieren. Sein Spaß und seine Freude haben sich auf das ganze Team übertragen.

Karsten Molitor (Teamchef): „Zwar freuen wir uns über eine erneute Top-Leistung von Larry, sind auf der anderen Seite aber auch maßlos enttäuscht und fühlen uns um den verdienten Lohn gebracht. Larry hat einen sehr guten Job gemacht und war über das gesamte Wochenende der Schnellste auf der Strecke. Völlig egal ob nun Platz eins, zwei oder drei, die wertvollen Meisterschaftspunkte hätte er in jedem Fall mehr als verdient. Schließlich steckt für uns alle ein enormer Aufwand hinter einem solchen Rennwochenende, welches nun irgendwie kein richtiges Ergebnis hat. Aus objektiver Sicht bleibt es rätselhaft wieso das Rennen ausgerechnet mit der roten Flagge abgebrochen werden musste, mit zwei weiteren Runden hätte man das Rennen regulär hinter dem Safety-Car beenden können.“