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Sieg in Monza

By 10. September 2019

MRS bestes Team im „High Speed Temple”

Lonsee. Der Asphalt im königlichen Park zu Monza war dem MRS Team am vergangenen Wochenende sehr wohlgesonnen. Vom dritten Platz aus gestartet, war es der junge Niederländer, Larry Ten Voorde, der den ersten Porsche Supercup Sieg der laufenden Saison für das Team aus Lonsee erringen konnte.

Larry konnte sich in der ersten Schikane gleich auf den zweiten Platz vorschieben, wenig später erhielt der Führende, Ayhancan Güven, eine 5-Sekunden Zeitstrafe wegen einer Rangelei nach dem Start von der Rennleitung aufgebrummt. Ten Voorde musste fortan eigentlich nur noch dem jungen, schnellen Türken folgen und kein unnötiges Risiko mehr eingehen. Im Windschatten von Güven überquerte Larry Ten Voorde schließlich als Sieger die Ziellinie und durfte sich so über seinen ersten Porsche Supercup Sieg freuen. Die höchste Punkteausbeute der Teams vom Wochenende komplettierte der junge türkische Gastfahrer des MRS Teams, Berkay Besler, der mit dem 15. Rang in die Punktewertung kam.

Durch den Sieg rückt Larry Ten Voorde auf den zweiten Meisterschaftsrang nach vorn, 14 Punkte trennen ihn nun noch vom amtierenden Meister Michael Ammermüller. Da beim Finale, Ende Oktober in Mexiko, zwei Rennen ausgetragen werden und weitere 40 Zähler zu erreichen sind, ist der Supercup Titel noch in einem möglichen Bereich.

Für den jungen Argentinier, Dorian Mansilla, der dem Nachwuchsprogramm „junge Talente“ aus der Porsche Cup Trophy Argentinien entsprungen ist, war es ein sehr kurzes Rennen. In der 5. Kurve verlor er den 911er in der ersten Runde, drehte sich über die Curbs und beschädigte sich dabei den Antrieb des Cup-Porsche. Nachdem die Trainings noch sehr vielversprechend gelaufen sind, war hier die Enttäuschung beim ehrgeizigen Rookie sehr groß.

Die weiteren Gastfahrer des MRS-Teams schlugen sich tapfer. Der Japaner Kenji Kobayashi, der mittlerweile zum festen Fahrerkader gehört, Matte Karlsson aus Schweden, ebenfalls ein bekanntes Gesicht im MRS Team und MRS Neuzugang Jukka Honkavuori (FIN), der in der vergangenen Woche noch das 24 Stunden Rennen in Barcelona hinter dem Steuer eine MRS 911ers saß, stellten sich dieser großen Herausforderung und haben einen tollen Job gemacht.

 

Karsten Molitor (Teamchef): „Monza hat es gut mit uns gemeint. Wer hätte das gedacht, dass wir mit Larry, der das erste Rennen in Barcelona auslassen musste, noch um den Meistertitel kämpfen können. Mit deutlichem Abstand und ohne jeden Zweifel ist Larry der konstanteste Fahrer im Feld, seine schlechteste Platzierung war ein vierter Rang. Wo immer er mit uns antritt sind wir vorn dabei. Da bleiben wir dran und werden alles geben um in Mexiko das Unmögliche möglich zu machen. Berkay Besler hat uns ebenso viel Freude gemacht wie der junge Dorian Mansilla der leider Pech im Rennen hatte. Beide waren in den Trainings schnell unterwegs, der High Speed Kurs in Monza verlangt einem Fahrer aber eben sehr viel ab. Das spürten auch die weiteren Gaststarter im Team, durchweg können wir aber alle eine sehr positive Bilanz ziehen.“

 

Keine Zeit zum Verschnaufen

Bereits in dieser Woche ziehen die MRS-Trucks weiter. Die ADAC GT Masters und die ADAC GT4 Series Germany stehen auf dem Programm. Im badischen Motodrom zu Hockenheim werden hier die Läufe neun und zehn ausgetragen, MRS ist mit einem BMW M6 GT3 und zwei BMW M4 GT4 am Start. In der GT4 Serie kann es sogar schon um eine Vorentscheidung im Titelkampf der AM Wertung gehen, das Duo Grotstollen / Braun führt die Meisterschaft mit 4 Zählern Vorsprung an.

Auch in der GT Masters hat das Team große Hoffnungen, der schnelle Kurs in Hockenheim sollte dem BMW M6 entgegenkommen. Mit der Fahrerpaarung Klingmann / Sylvest ist das Team bestens aufgestellt.