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Zukunftsweisende Kollaboration zwischen Berner, Ravenol und MRS

By 10. Februar 2020

Startschuss zum Fahrer-Casting für junge Talente bereits erfolgt

 

Seit einigen Jahren erlebt der virtuelle Rennsport einen dauerhaften Aufschwung und erfreut sich nicht nur an wachsender Beliebtheit, sondern auch an zunehmender Professionalität.

Dies äußert sich unter anderem darin, dass immer mehr der renommierte Motorsportteams eigene eSport-Ableger gründen. Auch der Deutsche Motorsport Bund (DMSB) bemerkte kürzlich das Potential des digitalen Motorsports und legte im Oktober 2018 einen Meilenstein für eine professionalisierte Entwicklung des eSports, indem er das SimRacing fortan als offizielle Motorsport-Disziplin anerkannte.

Wer als SimRacing-Fahrer erfolgreich sein möchte benötigt bei Weitem aber nicht nur einen eigenen Computer mit Lenkrad, Gaspedal und Bremse, sondern auch sportliche Ausdauer und fahrerisches Können. Immer häufiger kommt es vor, dass fortschrittlich orientierte Sponsoren in junge Talente investieren, die oftmals schon im frühen Teenageralter die Möglichkeit nutzten und vom heimischen Lenkrad gegen reelle Gegner aus aller Welt antraten. Mit dem Fokus auf Nachhaltigkeit und technische Weiterentwicklung ist SimRacing ein deutlicher Wegweiser in die Zukunft des modernen Motorsports.

Zu Beginn des Jahres erkannten auch die beiden deutschen Traditionsunternehmen Berner und Ravenol das Potential des eSports und werden daher künftig als erste offizielle Partner des MRS e-Racing Teams in Erscheinung treten. Beide Firmen statten das MRS-Rennteam schon seit einiger Zeit mit Ihren hochwertigen Produkten „auf dem Asphalt“ aus. Mit dem gemeinsamen Schritt in den virtuellen Rennsport beweisen sie sich nun auch auf dieser Ebene am Puls der Zeit.

Zum Start des innovativen Gemeinschaftprojekts hat man sich nun etwas ganz Besonderes einfallen lassen: Im Rahmen einer mehrwöchigen Challenge sollen die fünf besten Nachwuchspiloten im Alter von 12 bis 19 Jahren ermittelt werden. Wer mitmachen möchte, muss sich dafür lediglich auf der Website der Simrace-Community registrieren, um seine persönlichen Zugangsdaten zu erhalten. Anschließend gilt es sich möglichst weit oben auf der Bestenliste mit dem BMW M6 GT3 zu etablieren. Jeder Pilot kann dazu beliebig oft auf dem Server fahren und versuchen, seine eigene gefahrene Bestzeit auf der Hockenheimring GP-Strecke zu unterbieten.

Die technischen Voraussetzungen dazu sind ein PC mit guter Grafikkarte und die installierte Rennsimulation von rfactor 2 für Microsoft Windows (kostenpflichtig). Zudem ist eine Internet-Verbindung erforderlich, um die Software im Multi-Player-Modus online auf dem entsprechenden Webserver spielen zu können.

Im Anschluss sollen sich die fünf besten Simracer in einem mehrstufigen Qualifikationsverfahren beweisen. Im ersten Schritt gilt es, eine möglichst schnelle Rennrunde hinzulegen, die als Hot-Lap in der Bestenliste gespeichert wird. Um den Wettbewerbscharakter zu erhöhen, sind elektronische Fahrhilfen deaktiviert. Es lassen sich lediglich Set-Up-Einstellungen wie Reifendruck oder Heckflügel individuell anpassen.

Die Online-Challenge läuft noch bis zum 15. März 2020. Die Top-Fünf-Piloten werden dann anschließend zu einem Workshop an den Teamstandort von MRS in Lonsee-Luizhausen eingeladen. Dort wird vom 13. bis 19. April 2020 ein Lehrgang stattfinden, der dazu dienen soll die Finalisten anhand eines festgelegten Kriterienkatalogs genauer zu überprüfen. So wird der körperliche Fitnessstand der Teilnehmer genauso überprüft werden wie das fahrerische Talent in einem professionellen Rennsimulator oder „Soft Skills“ wie der zwischenmenschliche Umgang mit Mitarbeitern und Medienvertretern.

Am Ende des Workshops werden insgesamt drei Piloten für das MRS- eRacing-Team auserwählt. Die Fahrer werden dann offiziell beim ersten Rennen der ADAC GT Masters in Oschersleben (24. bis 26. April 2020) vorgestellt und sollen künftig in verschiedenen eSport-Meisterschaften für das Team aus Lonsee antreten.

 

Technische Voraussetzungen:

  • Windows 7
  • 4 GB Ram Speicher
  • 4 GB Grafikkarte (z.B. nvidia 970 für 3 Monitore)
  • 160 GB Festplatte
  • DSL Leitung
  • Wir empfehlen den Piloten als Lenkrad- und Pedaleriesystem ein Logitech G29, sofern keines vorhanden ist. Das ist im Handel bereits ab ca. 200,00€ erhältlich (z.B. online)
  • Automoatisierte track-limits, d.h. bei einem Abkürzen eines Piloten auf der Rennstrecke wird dies von der Software erkannt und die Runde wird automatisch nicht gewertet